Luft-Wasser-Wärmepumpen gehören aufgrund ihrer Effizienz, ihren vielfältigen Aufstellungsoptionen und den vergleichsweise geringen Investitionskosten deutschlandweit zu den am meisten verwendeten Heizungsarten.
Die Wärmepumpenheizung funktioniert, indem der Umgebung - Luft, Wasser oder Erdreich - Wärme entzogen und mithilfe einer Wärmepumpe soweit erwärmt wird, bis Gebäude oder andere Einrichtungen damit geheizt werden können. Technisch entspricht das Wirkprinzip einem Kühlschrank, wobei hier die warme Seite zum Heizen genutzt wird. Das Kältemittel fördert dabei die Wärme zum Brauch- oder Heizwasser, wobei es beim Erreichen des Siedepunktes verdampft. Der Verdichter komprimiert das Kältemittel anschließend und fördert die Temperatur des Wassers, bevor es sich erneut verflüssigt.
Je geringer dabei die Temperaturdifferenz zwischen Wärme-Reservoir und Vorlauftemperatur ist, desto höher ist die Leistungszahl. Diese gibt das Verhältnis der aufzubringenden Leistung (Input) für den Wärmeertrag (Output) an. Ab einer Höhe von 4 gilt die Leistung dabei als wirtschaftlich.

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind im Vergleich zu Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen besonders sparsam im Platzbedarf. Zudem ist für das Aufstellen keine Genehmigung erforderlich und die Anschaffung kostengünstig. Diese Kostenersparnis gleicht sich je nach Temperatur der Wärmequelle wieder aus, wenn z. B. Strom erforderlich ist, um die gewonnene Wärme auf die Vorlauftemperatur der Heizung zu bringen.
Da die Umgebungsluft mit geringem Aufwand genutzt werden und der Aufstellort der Pumpe sowohl im Keller als auch im Außenbereich sein kann, ist die Technik auch bei der Sanierung alter Gebäude interessant. Ein weiterer Aspekt für die Anschaffung sind sicherlich die staatlichen Fördermöglichkeiten durch das BAFA.