TEHA Group Querfurt
Für die neue Korrosionsschutzhalle der TEHA Group in Querfurt galt es, eine anspruchsvolle Aufgabe zu lösen: Im Zweischichtbetrieb muss eine konstante Hallentemperatur von 20 bis 22 °C gewährleistet werden. Nur so können Beschichtungen zuverlässig und effizient innerhalb von etwa fünf Stunden trocknen – statt wie üblich in bis zu zwölf Stunden. Gleichzeitig sorgt ein zweifacher Luftwechsel pro Stunde für optimale Prozess- und Arbeitsbedingungen.
Eine klassische, rein gasbasierte Lösung hätte hier zu einem erheblichen Energiebedarf geführt. Stattdessen wurde ein innovativer Ansatz gewählt.
Die Lösung: Solarenergie als integraler Bestandteil des Prozesses
Mit der Installation einer ETAwall TX-O wurde die Südfassade der Halle in einen großflächigen Solar-Luftkollektor verwandelt. Auf rund 300 m² Kollektorfläche wird die einströmende Frischluft direkt durch Sonnenenergie erwärmt – effizient, nachhaltig und wirtschaftlich.
Ergebnisse und Mehrwerte
- Effiziente Energieeinsparung: Die hochselektive TiNOX-Beschichtung des Kollektors ermöglicht es, bis zu 20.000 m³ Frischluft pro Stunde um bis zu 35 °C über Außentemperatur zu erwärmen. Dadurch kann der Einsatz von Erdgas um 20 bis 30 % reduziert werden.
- Hohe Prozesssicherheit: Konstante Temperaturen sorgen für stabile Produktionsbedingungen und verkürzte Trocknungszeiten – ein entscheidender Faktor für Effizienz und Qualität.
- Verbesserte Arbeitsbedingungen: Im Sommer wird das System umgekehrt genutzt: Durch automatische Nachtlüftung wird die Halle mit kühler Außenluft temperiert – ganz ohne zusätzlichen Energieaufwand.
Nachhaltigkeit, die sich rechnet
Die Kombination aus Energieeinsparung, Prozessoptimierung und verbessertem Raumklima macht die Investition schnell wirtschaftlich. Neben der positiven CO₂-Bilanz überzeugt das System durch einen attraktiven Return on Investment. Gefertigt wird die Anlage vollständig in Ostdeutschland – ein klares Bekenntnis zu regionaler Wertschöpfung und Qualität.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Gemeinsam mit Geschäftsführer Jochen Conrad und dem Team der TEHA Group wurde das Projekt erfolgreich umgesetzt. Das Vertrauen in eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung bildet die Grundlage für dieses erfolgreiche Referenzprojekt.