Heizen bei offenen Toren: Warum Dunkelstrahler in der Logistik effizienter sind
In Logistikhallen stehen die Hallentore oft über lange Zeit offen. Der ständige Luftaustausch führt zu massiven Wärmeverlusten. Das Heizen bei offenen Toren ist so mit enormen Heizkosten verbunden, zudem stoßen klassische Heizsysteme oft an ihre physikalischen Grenzen. Eine mögliche Lösung: Dunkelstrahler als Hallenheizung bei offenen Toren in Logistikhallen, die sich gegenüber Warmluftheizungen als deutlich effizienter erweisen und dabei helfen, die Heizkosten in der Logistik zu senken. Wir stellen die beiden Systeme gegenüber.
Warum ist Heizen bei offenen Toren so ineffizient?
Warme Luft hat die Tendenz nach oben zu steigen, da die kalte Luft schwerer ist. Unter der Decke entsteht ein Wärmestau, während es in Bodennähe kalt ist. Hinzu kommt, dass jedes Mal, wenn das Hallentor geöffnet wird, warme Luft entweicht und durch kalte Außenluft ersetzt wird. Das ist besonders problematisch bei hohen Hallen und dem Dauerbetrieb der Heizung. Der Energieverbrauch ist hoch, der Komfort gering und die Heizkosten steigen künftig durch die CO₂-Kosten der Hallenheizung noch weiter an.
Wie funktionieren Dunkelstrahler in Logistikhallen?
Dunkelstrahler sind gasbetriebene Infrarotheizsysteme, die Wärme nicht über die Raumluft, sondern über Strahlung erzeugen. In einem geschlossenen Rohrsystem wird Erdgas verbrannt, wodurch sich das Rohr stark erhitzt. Diese Wärme wird als langwellige Infrarotstrahlung nach unten abgegeben und trifft direkt auf Bodenflächen, Regale, Waren und Mitarbeitende. Erst diese Flächen geben die Wärme anschließend wieder an die Umgebung ab.
Da keine warme Luft erzeugt wird, die entweichen kann, entstehen deutlich geringere Wärmeverluste als bei Warmluftheizungen. Die Wärme bleibt dort, wo sie gebraucht wird. Dunkelstrahler ermöglichen so eine gleichmäßige, zugfreie und energieeffiziente Beheizung, selbst in Hallen mit hoher Decke, großem Volumen und intensivem Torbetrieb.
Wie funktionieren Warmluftheizungen in Logistikhallen?
Warmluftheizungen erwärmen die Raumluft direkt über gas- oder wasserbetriebene Heizregister. Die erhitzte Luft wird anschließend mithilfe von Ventilatoren im Hallenraum verteilt.
Warme Luft steigt nach oben, kältere Luft sinkt ab und wird erneut erwärmt. In Logistikhallen mit hohen Decken und häufig geöffneten Toren ist dieses Prinzip jedoch nachteilig, da die warme Luft schnell entweicht oder sich unter dem Hallendach sammelt.
Physikalischer Unterschied – Konvektions vs. Strahlungsheizungen
Grundsätzlich unterscheiden sich Heizsysteme nach zwei Typen:
- Konvektionsheizungen erwärmen die Luft über einen Heizkörper oder ein Warmluftgebläse.
- Strahlungsheizungen erwärmen durch ihre Strahlung Flächen, Menschen und Objekte, die Raumluft erwärmt sich erst sekundär über die hier abgegebene Wärme.
Bei Strahlungsheizungen bleibt Wärme also dort, wo sie auch benötigt wird. Der Luftaustausch wirkt sich nicht negativ auf das Temperaturempfinden aus.
Dunkelstrahler in Kombination mit Wärmepumpen
Besonders effizient und zukunftssicher sind Hybridheizkonzepte, bei denen Dunkelstrahler mit Wärmepumpen kombiniert werden. In solchen Systemen übernimmt die Wärmepumpe die Grundlast der Hallenheizung, beispielsweise zur Aufrechterhaltung einer konstanten Basistemperatur in Zeiten geringer Torfrequenz oder außerhalb der Stoßzeiten.
Dunkelstrahler kommen gezielt für Spitzenlasten zum Einsatz, wenn zum Beispiel bei intensivem Torbetrieb, kalten Außentemperaturen oder in klar definierten Arbeitszonen kurzfristig eine hohe Heizleistung benötigt wird.
Dieses Zusammenspiel reduziert den Gasverbrauch deutlich und senkt gleichzeitig die CO₂-Emissionen. Gleichzeitig erfüllen Wärmepumpen die Anforderungen von EPBD und GEG, da sie überwiegend erneuerbare Umweltenergie nutzen und nicht unter die CO₂-Bepreisung fallen.
Für Betreiber:innen von Logistikhallen bedeuten Hybridlösungen eine hohe Betriebssicherheit, geringere CO₂-Kosten und regulatorische Zukunftsfähigkeit. Sie ermöglichen eine schrittweise Transformation der Heiztechnik, ohne bestehende Systeme vollständig ersetzen zu müssen, und schaffen damit Planungssicherheit angesichts steigender Energiepreise und verschärfter gesetzlicher Vorgaben.
Warum sind Dunkelstrahler effizienter als Warmluftheizungen in Logistikhallen?
- hoher Wirkungsgrad
- geringe Wärmeverluste bei Torbetrieb
- schnelle Reaktionszeit
- reduzierte Staubverwirbelung
- verbesserte Arbeitsbedingungen im Versand- und Umschlagsbereich
- kombinierbar mit Wärmepumpen
- konstanter Komfort bei der Arbeit
Systemvergleich beim Heizen bei offenen Toren
Kriterium | Warmluftheizung | Dunkelstrahler |
Wärmeverteilung | über Luft | über Strahlung |
Wärmeverlust bei offenen Toren | sehr hoch | gering |
Aufheizzeit | kurz, aber ineffizient | gezielt und effektiv |
Energieverbrauch | hoch | deutlich geringer |
Komfort im Arbeitsbereich | schwankend durch ungleichmäßiges Temperaturgefühl | konstant |
Energieverbrauch, Kosten und Wirtschaftlichkeit
- Dunkelstrahler benötigen deutlich weniger Gas als der Betrieb von Warmluftheizungen.
- Durch die kurzen Vorlaufzeiten und die zonale Beheizung reduzieren sich die Laufzeiten und der Energieverbrauch.
- Die Betriebskosten sind bei gleicher Behaglichkeit deutlich geringer.
Beispielhafte Betriebskosten
Heizsystem | Jahresverbrauch | Heizkosten | Effizienz |
Warmluftheizung | hoch | hoch | niedrig |
Dunkelstrahler | mittel | deutlich geringer | hoch |
Investition, Amortisation und Planung
Wenngleich die Investitionskosten einer Strahlungsheizung etwas höher ausfallen als bei einem einfachen Warmluftsystem, macht sich die Anschaffung schnell bezahlt. Die Betriebskosten reduzieren sich, eine Amortisation ist in der Regel schon nach wenigen Jahren gegeben. Dieser Zeitraum reduziert sich noch weiter, wenn Sie staatliche Förderprogramme für die Umrüstung auf eine energieeffiziente Hallenheizung nutzen.
Für welche Einsatzbereiche in der Logistik eignen sich Dunkelstrahler?
- Umschlaghallen
- Hochregallager
- Versand- und Kommissionierbereiche
- Werkstatt- und Ladezonen
- Hallen mit hohem Toranteil und Dauerbetrieb
Welche Rolle spielen gesetzliche Vorgaben wie die EPBD?
Im Hinblick auf die aktuelle Gesetzeslage bietet diese Kombination klare Vorteile. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die europäische EPBD fordern eine deutliche Reduzierung des fossilen Energieeinsatzes sowie eine bedarfsgerechte, effiziente Beheizung von Nichtwohngebäuden. Der Fokus liegt noch stärker auf effizienten und bedarfsgerechten Heizsystemen. Unnötige Energieverluste durch geöffnete Hallentore sollen im Optimalfall vermieden werden.
Da Dunkelstrahler das Prinzip erfüllen, Wärme nur dort zu produzieren, wo sie auch wirklich gebraucht wird, verbessert sich die Ausgangslage in puncto Zukunftssicherheit und Förderprogramme.
CO₂-Kosten und regulatorischer Druck
Steigende CO2-Kosten verteuern ineffiziente Heizsysteme deutlich. Hiervon besonders vom hohen Verbrauch betroffen sind Warmluftheizungen. Dunkelstrahler senken CO₂-Emissionen hingegen durch ihren geringeren Energieeinsatz und sind für die langfristige Kostenplanung in der Logistik unerlässlich.
Heizkosten in der Logistik senken – weitere Maßnahmen
Die Effizienz der Heizungsanlage lässt sich durch weitere Maßnahmen weiter steigern:
- Zonierung der Halle
- Kombination mit Schnelllauftoren oder Luftschleiern
- Intelligente Steuerung nach Nutzung und Torfrequenz
- Hybridkonzepte mit Wärmepumpen für Nebenbereiche
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Das Wichtigste in Kürze
- In Hallen mit offenen Toren stoßen Warmluftheizungen im Logistikbereich physikalisch an ihre Grenzen.
- Die Strahlungswärme von Dunkelstrahlern ist unabhängig von Luftaustausch und damit effizienter, wirtschaftlicher und regulatorisch robuster.
- Noch nachhaltiger wird die Strahlungsheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe, durch die sich die CO2-Kosten der Hallenheizung weiter reduzieren.