Deckenheizung in Lagerhallen – Vorteile und Einsatzbereiche
Die Heizung in Hallen stellt besondere Anforderungen an die Heizungsanlage. Insbesondere die geringe Dämmung der Gebäudehülle und große Raumvolumina stellen eine Herausforderung in puncto Wärmeverteilung und -verluste dar, aber auch hinsichtlich des Komforts für die Mitarbeitenden weisen Hallen Besonderheiten auf. Eine Deckenheizung in Lagerhallen bringt hier einige Vorteile mit sich. Erfahren Sie mehr zu den Einsatzgebieten und der Effizienz von Infrarotheizungen & Co.
Wie funktioniert eine industrielle Deckenheizung in Lagerhallen?
Moderne Deckenheizungen verfolgen einen ganzheitlichen, flächendeckenden Ansatz, der auf Effizienz, Komfort und gleichmäßige Temperaturverteilung zielt. Dazu werden Heizleitungen oder Heizpaneele in Decken eingebaut. Von dort erwärmen sie die Objekte im Raum durch Strahlungswärme, während die Raumtemperatur erst indirekt erwärmt wird. Das Prinzip folgt damit der Sonnenstrahlung und sorgt bereits bei geringen Raumtemperaturen für ein angenehmes Klima. Im Gegensatz zu klassischen Konvektionsheizungen sind sie so unempfindlich gegenüber Wärmeverlusten, die beispielsweise über geöffnete Hallentore oder das Aufsteigen von Warmluft unter die Hallendecke entstehen.
Welche Arten von Deckenheizungen für Industriehallen gibt es?
Heizungstyp | Funktionsweise | Vorteile | typische Einsatzbereiche |
Deckenstrahlplatten (wassergeführt) | Über Rohre zirkuliert warmes Wasser, das großflächige Metallplatten erwärmt. Diese strahlen gleichmäßig Wärme nach unten ab. |
| Industriehallen, Werkstätten, Logistikzentren |
Infrarot-Deckenheizungen | Elektrischer Strom oder Gas erhitzt Heizungsrohre, die als Infrarotstrahlung direkt auf Personen und Objekte wirkt. |
| Lagerbereiche, Hallenteile, Nachrüstungen |
Kapillarrohrmatten / Flächendeckenheizung | Feine Wasserkreisläufe in Matten werden in Decken oder Akustikelemente integriert. Die Wärme wird flächig und gleichmäßig abgegeben. |
| Fertigungsbereiche, sensibel temperierte Zonen, Büroflächen in Industrieanlagen |
Welche Variante die richtige ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten, der gewünschten Regelbarkeit und dem Nutzungskonzept der Halle ab.
Diese Vorteile bieten Deckenheizungen in Lagerhallen & Co.
Auch klassische Heizstrahler zählen zu den Deckenheizungen. Anders als moderne Systeme erweisen sich diese jedoch als deutlich weniger effizient. Möchten Sie langfristig Energie sparen und den Komfort steigern, ist eine systematische Deckenheizung die optimale Lösung, insbesondere für große und dauerhaft genutzte Hallen.
- Die Wärmeverteilung erfolgt flächendeckend gleichmäßig, nicht nur punktuell.
- Die Strahlungswärme zeichnet sich durch geringe Wärmeverluste und eine hohe Effizienz aus.
- Durch den geringen Verschleiß der Deckenheizung ist der Wartungsaufwand gering.
- Es entsteht keine unangenehme Zugluft oder Luftbewegung. Das verbessert nicht nur das Arbeitsklima, sondern ist auch hygienisch.
- Die Steuerung ist flexibel nach Zonen möglich und lässt sich automatisieren.
- Trotz des anfangs höheren Investitionsaufwandes ist die Heizung langfristig günstiger.
- Bei optimaler Dimensionierung kann die Heizungsanlage 20 Jahre und länger in Betrieb bleiben.
- In der Kombination mit regenerativen Energien ist eine Förderung der Investition möglich.
- Die Montage an der Decke stört den Betriebsablauf nicht.
Für welche Einsatzbereiche ist eine Deckenheizung geeignet?
Der Einbau einer Deckenheizung bietet sich für zahlreiche Hallentypen an. Sie eignen sich insbesondere für große, hohe und zugige Räume, in denen klassische Heizsysteme ineffizient oder störend sind und in denen gleichmäßige Wärme, wenig Luftbewegung und klare Zonensteuerung gefragt sind. Hier einige Beispiele für Deckenheizungen in Lagerhallen & Co.:
Produktionshallen |
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Lager- und Logistikhallen |
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Werkstätten und Montagebereiche |
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Sporthallen und Veranstaltungsräume |
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Technisch sensible Räume |
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Wie energieeffizient sind Deckenheizungen in Industriehallen?
Deckenheizungen arbeiten nicht mit Warmluft, sondern nutzen Strahlungswärme, um Räume zu beheizen. Dadurch wird nicht die gesamte Raumluft erhitzt, sondern gezielt Flächen, Personen und Gegenstände, was besonders in hohen Industriehallen große Vorteile bringt:
- Es entstehen keine Wärmeverluste durch aufsteigende Warmluft.
- Die Reaktionszeiten sind gering.
- Eine gezielte Zonenbeheizung erwärmt nur die Bereiche, die gerade benötigt werden.
- Der Energieverbrauch fällt bei der gleichen Wohlfühltemperatur geringer aus.
Während beispielsweise in Hallen mit 1.000 m² Fläche für Warmluftsysteme schnell 160.000 kWh und mehr anfallen, reduziert sich der Energiebedarf bei einer Deckenstrahlheizung schnell auf 110.000 kWh. Bei steigenden Energiepreisen summieren sich die Einsparungen so schnell auf mehrere tausend Euro jährlich.
Maximale Energieeffizienz mit Hybridheizungen
Dunkelstrahler gelten aufgrund ihrer Effizienz in Lagerhallen & Co. noch immer als das Nonplusultra. Weiter verbessern lässt sich die Energiebilanz durch die Kombination mit nachhaltigen Heizsystemen wie Wärmepumpen oder Solarthermie.
- Wärmepumpen eignen sich, um die Grundlast abzudecken, während die Strahlungsheizung die Beheizung bei Spitzenlasten sicherstellt. Zum Betrieb der Wärmepumpe kann unter anderem Abwärme aus Produktionsprozessen zum Einsatz kommen.
- Solarthermie-Anlagen eignen sich hervorragend zum Betrieb von wassergeführten Deckenstrahlplatten.
- Moderne Dunkelstrahler lassen sich auch mit Wasserstoff betreiben, der dem Brennstoff Gas zugemischt wird. Das steigert die Nachhaltigkeit durch die Reduzierung des fossilen Energieträgers.
Der Staat fördert die Investition in nachhaltige Heizungsanlagen mit Fördermitteln von KfW und BAFA. Das reduziert die Amortisationszeit der Hallenheizung insbesondere bei der Modernisierung im Bestand weiter.
Beispielrechnung einer industriellen Deckenheizung
Posten | Kosten pro Einheit | Gesamtkosten (ca.) |
Deckenheizungssystem (Infrarotpaneele) | 80-120 €/m² | 80.000-120.000 € |
Steuerung & Zonenregelung | 10.000-15.000 € | inkl. Sensorik & Automatisierung |
Installation (inkl. Verkabelung) | 20-30 €/m² | 20.000-30.000 € |
Gesamtkosten brutto (ca.) | 110.000-165.000 € |
Durch die hohe Effizienz der Strahlungswärme können die laufenden Heizkosten um bis zu 30 % gegenüber Warmluftsystemen gesenkt werden. Die Amortisationszeit liegt durchschnittlich bei 5–8 Jahren, abhängig vom Gebäudezustand und Energiepreis.
Welche Planungskriterien sind bei Hallenheizungen zu beachten?
Das Wichtigste bei der Planung einer effizienten Deckenheizung ist die richtige Dimensionierung der Anlage. Dazu berücksichtigen Planungsexpert:innen Umgebungsvariablen wie
- Deckenhöhe
- Wärmedämmung
- Zonenaufteilung, z. B. von Arbeitsbereichen
- Steuerungstechnologie
Hinzu kommen weitere Aspekte wie die Betriebssicherheit, der Brandschutz oder die Integration in regenerative Systeme wie Wärmepumpen, PV-Anlagen oder auch bestehende Lüftungssysteme.
Energieeffiziente Deckenheizungen von etapart
Moderne industrielle Deckenheizungen sind eine ideale Lösung für große, dauerhaft genutzte Hallen, die sich langfristig durch ihre Effizienz, Wirtschaftlichkeit und einen hohen Komfort auszeichnen. Um Ihre Hallenheizung bei einer Modernisierung oder einem Neubau optimal zu planen und zu dimensionieren, vertrauen Sie auf das Expert:innenwissen von etapart. Wir verfügen über ein langjähriges Fachwissen bei der Konzeption nachhaltiger Hallenheizungen, unsere Systeme lassen sich auch in Kombination mit bestehenden Heiz- oder Lüftungslösungen passgenau planen. Kontaktieren Sie unser kompetentes Team für ein unverbindliches Beratungsgespräch.
Das Wichtigste in Kürze
- Industrielle Deckenheizungen zeichnen sich durch ihre gleichmäßige Temperaturverteilung und den geringen Energieverbrauch aus. Das macht sie maximale effizient und komfortabel.
- Sowohl die Kombination von Strahlungsheizungen mit nachhaltigen Heizsystemen wie Wärmepumpen als auch der Betrieb der Deckenheizung mit regenerativen Energien ist möglich.
- Das A und O einer effizienten Deckenheizung in Lagerhallen & Co. ist die optimale Dimensionierung.